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Anna Bahlinger

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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Tendenzen im Januar 2021

Vorbemerkung:

Da die Human-Design-Körpergrafik für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. In dieser Vorschau geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können.

Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.

Und noch etwas:
Ich versuche zwar, diese Vorschauen so zu schreiben, dass sie möglichst auch ohne Human-Design-Kenntnisse verständlich sind. Für diejenigen, die es interessiert, gebe ich aber dennoch an, worauf sich meine Aussagen beziehen (Tore, Kanäle, Planeten etc.). Ich hoffe, dass die Texte trotzdem lesbar bleiben, und freue mich über Feedback.
 

Chart vom 1. Januar 2021, 00:00 MEZ

Chart vom 1. Januar 2021, 00:00 MEZ

Im Chart zum Jahreswechsel 2020/21 fällt vor allem Thema „Mutation“ ins Auge, und das scheint mir bezeichnend und sehr passend für die gegenwärtige Zeitqualität (Kanal 60-3, „Mutation“, vom 29.12. bis 04.01.).

Veränderung aus dem Inneren

Was heißt „Mutation“? Es ist der Drang (Wurzelzentrum) und die Schaffenskraft (Sakralzentrum), um die Dinge auf originelle, individuelle Weise neu anzugehen und so etwas entstehen zu lassen, was es bisher so noch nicht gab – wie eine Mutation in der Biologie. Das kann bedeuten, dass erst mal gar nichts geht (Tor 60, Die Beschränkung, noch dazu von der Strenge Saturns aktiviert); akzeptiert man das jedoch, kann sich in der Verbindung mit Tor 3 (Die Anfangsschwierigkeit/Ordnen, derzeit von Mars aktiviert) etwas ungeahnt Neues ergeben – wenn es soweit ist. Diese Energie fluktuiert, sie ist manchmal da, manchmal nicht.
So manche(r) wird jetzt im Lockdown das Gefühl haben, beschränkt und begrenzt zu sein in seinem gewohnten Aktivitätsdrang – die Herausforderung oder die Einladung durch die Planeten lautet also: Lass etwas Neues aus der Situation entstehen. Was und wie, wird sich zeigen. Die Veränderung kommt von innen heraus (nicht vom Kopf her!). Sie ist ein ganz individueller Prozess, der bei jedem Menschen wieder anders aussehen wird. Auch deshalb ist er nicht planbar, man kann sich nur dafür öffnen.

Am 4. Januar könnte die „Beschränkung“ zunächst etwas nachlassen (Saturn verlässt dann Tor 60 und gesellt sich zu Jupiter in Tor 41, Die Minderung/Träume und Fantasien).

Vom 6. bis 9. Januar kommt die geballte „Mutations“-Energie – der ganze Kanal – dennoch wieder (durch Merkur und Mars). Es ist also ein deutliches Thema zum Jahresbeginn.

Beschränkungen und Anfänge

Und nicht nur zum Jahresbeginn. Die „Beschränkung“ (der eine Teil dieser Aktivierung, nämlich Tor 60) und der Umgang mit Beschränkungen/Begrenzungen wird uns vermutlich noch einige Zeit beschäftigen. Denn nicht nur war das die Stelle, an der am 21.12.2020 die „Große Konjunktion“ zwischen Jupiter und Saturn stattfand, die, wie die Astrologen sagen, einen neuen 20-Jahres-Zyklus einläutete. Sondern an dieser Stelle wird sich auch Pluto, der Planet der Transformation, im Frühjahr drei Monate lang besuchsweise aufhalten, um dann ab Anfang 2022 volle drei Jahre lang seine umwandelnde Kraft dort wirken zu lassen. Werfen wir also noch einen weiteren Blick darauf.

„Beschränkung“ klingt eher negativ – aber „Die Beschränkung“ (Tor 60) ist im Human Design der notwendige Ausgangspunkt, damit etwas Innovativ-Neues entstehen kann. Anders gesagt: Es ist der nötige Rahmen, dass etwas Neues vor sich hin gären kann, bis es soweit ist, sich im Außen zu zeigen. Als Genschlüssel kann sich die 60 wandeln vom Schattenthema „Beschränkung“ zur darin verborgenen Gabe „Realismus“ und schließlich zur höchsten Form „Gerechtigkeit“. Das Schattenthema „Beschränkung“ bezeichnet die übertriebene Struktur und Regulierung, die das Leben eher abtötet. „Realismus“ ist dann der Umgang mit dem richtigen Maß an Strukturen, die notwendig sind, damit überhaupt etwas Greifbares, Lebendiges entstehen kann (wie der Fluss ein Bett braucht). Und wenn man offen dafür ist, über den gewohnten Rahmen hinauszudenken, wird Unglaubliches, wird Magie möglich. In Richard Rudds Worten: „Damit Magie geschehen kann, braucht es nichts weiter als eine gewisse Struktur und einen offenen Geist.“
Ich finde das sehr ermutigend! Es geht ganz klar um die Entstehung von etwas Neuem. Und wenn jetzt im Zuge der Corona-Maßnahmen unsere gewohnten Alltagsstrukturen teilweise außer Kraft gesetzt sind, kann man das als die Chance verstehen, sich für Magie, für Wunder, für bisher Undenkbares zu öffnen.

Träume und Visionen

Zurück zum Januar. Vom 5. bis 21. aktivieren Jupiter und Saturn gemeinsam den Drang nach Erlebnissen und Leidenschaften, der sich erstmal in Träumen und Fantasien ausleben kann (wie bereits erwähnt, Tor 41).
Ohnehin ist der Monat Januar wie jedes Jahr deutlich geprägt von Drang und Druck, besonders in den ersten anderthalb Wochen – die Zeit der guten Vorsätze! – , in denen Sonne und Erde Tore im Wurzelzentrum aktivieren. Diesmal ist der Druck also noch verstärkt durch die Kraft der Träume... oder kann sich auch in diesen ausleben. Wenn ich meinen guten Vorsatz, mich mehr sportlich zu betätigen, in der Zeit geschlossener Fitness-Studios nur begrenzt ausleben kann, dann tue ich das eben in meiner Vorstellung! Ich male mir aus, wie die Pfunde schmelzen... Wir werden sehen, ob das auch so funktioniert!
Möglicherweise sorgt der Druck aus dem Wurzelzentrum auch dafür, dass mehr Menschen unruhig werden und den Drang verspüren, aktiv zu werden, wofür und wogegen auch immer.

Das Human-Design-Neujahr

Chart vom 21. Januar 2021, 20:49:39 Uhr MEZ

Chart vom 21. Januar 2021, 20:49:39 Uhr MEZ

Wenn dann in der dritten Januarwoche auch die Sonne ins Tor 41 geht, ist laut Human Design der eigentliche Anfang des neuen Jahres (denn Tor 41 entspricht auf der genetischen Ebene dem „Start-Codon“ in unserer DNA, also dem Signal, das eine neue Information ankündigt). Dieses Jahr ist das am 21. Januar um 20:49 Uhr MEZ der Fall. Jupiter ist dann gerade seit zwei Stunden raus aus 41, aber Saturn ist noch da und verstärkt die Sonne. Verstärktes Licht also auf Neues, neue Ideen und Visionen, die mit Saturn, dem Planeten der Ordnung, Regeln und Disziplin auch gleich einen Ansatz zu konkreten Formen finden können. Für mich klingt das nach konkret-praktischer Kreativität, die da zur Verfügung steht.

Genau an diesem Human-Design-Neujahrstag werden zwei Verbindungen (Kanäle) im Chart aktiv, die dann den Rest des Monats prägen: Der Druck, die eigene Wahrheit zu finden, verbunden mit dauerndem Grübeln und Sinnieren einerseits (Kanal 61-24. Bewusstheit) und andererseits der Drang, etwas zu bewegen, zusammen mit emotionaler Kraft (Kanal 19-49, Synthese). Das gibt zugleich einen Ausblick auf das Jahr, denn beides wird auch im Lauf der nächsten Monate immer wieder aktiv werden und uns beschäftigen. Worum geht es also?

Wahrheiten

Die „Kopf-Verbindung“ (61-24) kennen wir zur Genüge aus dem vergangenen Jahr – ein gutes halbes Jahr lang, vom Frühjahr bis Spätherbst, war 2020 diese Suche nach der eigenen Wahrheit präsent. Meine Wahrheit, deine Wahrheit... Auch 2021 steht also unter dem Zeichen der eigenen, individuellen Wahrheit, nach der jede(r) – nicht dauernd, aber immer wieder – gräbt und grübelt und die für jede(n) anders aussehen kann. Auch in diesem Jahr wird das Individuelle zählen, nicht der kollektive Konsens. Jede(r) hat seine eigene Wahrheit, und die kann sich klären und wandeln (denn Pluto, der Planet der Transformation, befindet sich – mit einer längeren Unterbrechung – noch bis Ende des Jahres in Tor 61, Innere Wahrheit). Vor allem klärt sie sich, wenn wie jetzt vom 21. Januar bis 2. Februar das Gegenstück, nämlich das mentale Umwälzen und Grübeln (Tor 24, Die Wiederkehr) dazugeschaltet ist und diesen mentalen Druck tendenziell für jeden spürbar und akut macht. Erwarten wir also ungewöhnliche Geistesblitze!

Druck und Emotionen

Der zweite Faktor im Chart vom 21. Januar wird im Lauf des Jahres ebenfalls immer wieder präsent sein: Anschubkraft (Wurzelzentrum) gepaart mit emotionaler Power (Solarplexuszentrum).
Ab dem 21. Januar verbinden sich die beiden zuerst sozusagen auf sensitive Weise (Kanal 19-49, „Synthese“/feinfühliges Reagieren, vom 21.-25.01.), dann als intensives emotionales Sehnen (Kanal 41-30, „Erkennen“/fokussierte Energie, 26.01.-04.02.).
Zuerst, also in den Tagen vom 21.-25.01., geht es um konkrete empfindliche Bedürfnisse und deren Regelung: Wer braucht was, wer bekommt was? (Hier fällt mir sofort die aktuelle Diskussion um die Verteilung der Impfstoffe ein. Vielleicht geht es aber dann auch wieder um Mehl und Klopapier?)
Danach (also ab 26.01.bis in den Februar) geht es um den Drang nach tiefen Erfahrungen und Erlebnissen, nach der Intensität des Lebens – Abenteuer und Leidenschaften erscheinen da am Horizont. Vielleicht wird auch eher nur darüber geredet (Merkur) und auch die Träume sind eher von Strenge und Disziplin geprägt (Saturn)?

Auf jeden Fall bringt diese Aktivierung von Wurzel- und Gefühlszentrum einiges an Energie. Und für diejenigen, die normalerweise ein offenes Gefühlszentrum haben, könnte sich das emotionale Leben an diesen Tagen sogar eher stabiler anfühlen.

Was noch?

Die materielle Ebene mit den Themen Verteilung und Versorgung bleibt präsent. Wer hat was, wem wird was wie vermittelt und verkauft (z.B. Lebensmittel, aber auch Geschichten), wie erreicht man damit viele Menschen? Wer gehört „dazu“ und wird einbezogen, wer hat eher eine Außenseiterposition? (Mondknoten noch bis in den Februar in Tor 26, Verkaufstalent/Gerissenheit bzw. Tor 45, „Die Sammlung“/der Stammesfürst – jetzt jeweils Linie 3, „Einfluss“ bzw. „Ausschluss“). Sieht man das als Weg, geht es tendenziell vom „Verkaufen“ und Um-den-Finger-Wickeln hin zum Einbeziehen aller. Noch ist die verkäuferische Geschicklichkeit aber durchaus präsent – Vorsicht also, was man uns verkaufen will! (Zum Glück ist ja die innere Wahrheit auch präsent!)

Spannend finde ich auch, was sich im Bereich Ernährung tun könnte. Der Revoluzzer-Planet Uranus könnte für Überraschungen sorgen (in Tor 27, Die Ernährung, noch bis 01.03., vom 11. bis 22.01. verstärkt von Mars). Wird es womöglich hier und da Lieferengpässe geben, oder vielleicht auch neue Versorgungswege und -möglichkeiten?

Fazit

Ein bisschen kommt dieser Monat mir vor wie eine Art Winterpause: Nachdem im vergangenen Jahr so vieles aufgewühlt wurde, steht jetzt die Sammlung und Innenschau an, aus der neue Impulse entstehen können. Letztendlich wird es im neuen Jahr darum gehen mitzugestalten, wohin die Reise gehen soll. Und der Schlüssel dazu liegt offenbar in dem, was sich individuell als Wahrheit zeigt und als Vision für die ersehnte neue Welt. Zum Jahresbeginn stehen die Zeichen auf „Mutation“, auf eine Öffnung für Neues, noch nie Dagewesenes, in allen Bereichen. Offenbar geht es darum, die Dinge anders zu sehen, sich für neue Wahrnehmungen zu öffnen. Bzw. die Beschränkungen und den Druck zu nutzen, um andere, bisher nicht wahrgenommene Fähigkeiten zu entwickeln. Auf jeden Fall scheint es mir angesagt, bei sich zu bleiben (nicht nur wegen der reduzierten Ausgehmöglichkeiten), nach innen zu gehen, die innere Wahrheit zu ergründen und die Impulse aufsteigen zu lassen, die da kommen mögen und die möglicherweise eine neue individuelle Ausrichtung anzeigen – vielleicht auch zunächst verstärkt in Träumen. Und es scheint mir angesagt, sich von dem Geschehen im Außen möglichst nicht allzu sehr absorbieren zu lassen. Energie folgt bekanntlich der Aufmerksamkeit!

Trauen wir uns also zu träumen, vertrauen wir auf das Leben und folgen der eigenen Wahrheit!

Anna Bahlinger
www.annabc.de

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)