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Anna Bahlinger

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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Transite 3. Vierteljahr,
Juli bis September 2020

Vorbemerkung:

Da die Human-Design-Körpergrafik für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. In dieser Vorschau geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können.

Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.

Und noch etwas:
Ich versuche zwar, diese Vorschauen so zu schreiben, dass sie möglichst auch ohne Human-Design-Kenntnisse verständlich sind. Für diejenigen, die es interessiert, gebe ich aber dennoch an, worauf sich meine Aussagen beziehen (Tore, Kanäle, Planeten etc.). Ich hoffe, dass die Texte trotzdem lesbar bleiben, und freue mich über Feedback.
 

Chart vom 1. Juli 2020, 12:00 MESZ

Chart vom 1. Juli 2020, 12:00 MESZ

Unter dem Blickwinkel des Human Designs ist das herausragende Kennzeichen dieser Monate die Suche nach der eigenen Wahrheit. Nicht nur im aktuellen Vierteljahr, sondern gut sechs Monate lang, von Mitte Mai bis Ende November, ist der mentale Druck, diese innere Wahrheit zu finden, permanent aktiv (Kanal 61-24, „Bewusstheit“, von Pluto und Uranus aktiviert). Für mich passt das sehr gut zu der aktuellen Situation, dass nicht nur im Hinblick auf Corona sich offensichtlich die Geister scheiden, sondern dass in Zeiten der vorgeschriebenen sozialen Distanzierung jede(r) mehr auf sich zurückgeworfen ist und es naheliegt, sich Gedanken zu machen, was einem ganz persönlich wirklich wichtig ist im Leben.

Auf der Suche nach der Wahrheit

Tendenziell liegt das Thema schon länger und für längere Zeit in der Luft – Pluto aktiviert Tor 61, Innere Wahrheit, schon seit Januar 2019 und noch bis in den Januar 2022 und bietet die Möglichkeit zur Transformation, zu tiefgreifenden Veränderungen bei dieser inneren Wahrheit; diese Aktivierung war/ist jedoch nicht die ganze Zeit für alle Menschen gleichermaßen spürbar. Jetzt, von Mai bis November, aktiviert Uranus das Gegenstück (Tor 24, „Die Wiederkehr“), damit wird der Druck zur gedanklichen inneren Forschung für alle spürbar; außerdem kann es verstärkt überraschende Wendungen und Einfälle geben (denn Uranus ist für alles Plötzliche, Unberechenbare „zuständig“).
Wir dürfen also auf Geistesblitze en masse gefasst sein, auf innovative Gedanken in allen möglichen Bereichen – aber sie sind naturgemäß unberechenbar und kommen dann, wann sie eben kommen.

Was mir geradezu symbolisch vorkam für dieses aktuelle Aufschürfen von tiefliegenden Wahrheiten, war die Meldung Ende Juni, dass in England in der Nähe von Stonehenge eine große prähistorische Anlage entdeckt worden ist, die offenbar seit 4500 Jahren da ist und sich als Landschaftsformation abzeichnet, aber bisher einfach nicht bemerkt wurde.
Möglicherweise kommen ja jetzt noch viel mehr Wahrheiten ans Licht? Wahrheiten, die das bisherige Bild über den Haufen werfen? „Umdenken“ ist ein schöner Begriff, der mir dazu gerade einfällt…

Lust und Unlust

Was noch auffällt in diesem Vierteljahr: Der Juli wirkt relativ „ruhig“, aber im August und September ist durchgehend die Möglichkeit zum Ausdruck von Emotionen gegeben (Kanal 22-12, „Offenheit“, durch Neptun und den nördl. Mondknoten aktiviert vom 30. Juli bis 3. Okt.). Das bedeutet zum einen, dass Emotionen mit ihrem Auf und Ab auch für diejenigen Menschen konstant wahrnehmbar sein dürften, die von Haus aus ein „offenes“ emotionales Zentrum haben, also eher Empfänger für die Emotionen anderer sind – für diese 50 % der Menschheit kann sich das durchaus auch in Form von größerer emotionaler Stabilität auswirken.
Zum anderen bedeutet diese Verbindung vom emotionalen Zentrum zur Kehle, dass Gefühle direkt umgesetzt werden können, dass also direkt aus einer Emotion heraus gehandelt werden kann. Und hier kann es natürlich kritisch werden: Es könnte zu vielen überstürzten Aktionen kommen, aus Frust oder Ärger heraus, oder auch aus freudigem Überschwang.

Human Design lehrt ganz deutlich: Bitte nicht direkt aus einer Emotion heraus aktiv werden! Wenn das emotionale Zentrum definiert ist, bitte unbedingt Zeit lassen mit Entscheidungen oder mit dem Handeln. Emotionen liefern keine Klarheit im Jetzt. Wenn ich morgen oder in einer Woche noch dasselbe gute Gefühl habe z.B. zu einer Anschaffung oder zu einem Beziehungsthema, dann kann es angesagt sein, entsprechend zu handeln - aber bitte niemals spontan, schon gar nicht bei wichtigen Entscheidungen.

Übrigens ist bei diesem Kanal auch das Potenzial für schöpferischen Ausdruck gegeben – andere unterhalten, wenn man in der Stimmung dazu ist; Atmosphäre schaffen, Romantik, in Dramen schwelgen… Auch Musik machen, Musik hören kann jetzt besonders angesagt sein und kann auch über etwaige melancholische Phasen hinweghelfen, die ebenfalls zu dieser Aktivierung gehören können.

Kurzum: Es dürfte emotional zugehen in diesem Hoch- und Spätsommer!

Auch hier gilt: Ansatzweise haben wir diese Tendenz schon länger (Neptun aktiviert Tor 22, Anmut, bereits durchgängig seit 30. Jan.; vergangenes Jahr im Frühjahr und Sommer – April bis Sept. - war er ebenfalls an dieser Stelle; er bleibt dort jetzt mit Unterbrechungen bis April 2022) – aber jetzt wird das sozusagen „akut“ und für alle wahrnehmbar, indem das Gegenstück dazukommt (Tor 12, „Die Stockung“, ab 30. Juli durch die Venus, dann vom 5. Aug. bis 3. Okt. durch den nördl. Mondknoten aktiviert ).

Im positiven Sinne erlaubt diese Aktivierung direktes Umsetzen (was im Human Design „Manifestieren“ heißt) auch für diejenigen, die sonst eher zum Beobachten und Abwarten gebaut sind; wichtig ist hier aber wie gesagt, dass man sich Zeit lässt, bis die Emotionen klar sind. Lieber erst mal drüber schlafen...

Innovation und Individualität

Übrigens gilt weiterhin, was ich schon im letzten Vierteljahr geschrieben hatte: Bei diesen beiden Aktivierungen im Denk-Bereich und im Fühlen geht es letztendlich darum, etwas Neues in die Welt zu bringen – oder besser: in der Welt entstehen zu lassen – , das es so noch nicht gab. Die Zeichen stehen nicht auf Abspielen des ewig Gleichen, Gewohnten, sondern auf Innovation, auf ein Sich-Öffnen für bisher Undenkbares (wie wir es ja gerade in der Welt erleben).

Spannend finde ich, dass dieses Neue in Verbindung steht mit unserer jeweiligen Individualität (Human Design teilt alle Aktivierungen u.a. danach ein, ob sie sich auf den Einzelnen/die Individualität, das Kollektiv oder den „Stamm“ beziehen. Die beiden beschriebenen aktuellen Kanäle sind beide „individuell“). Ich verstehe das so, dass es jetzt mehr denn je darauf ankommt, nach innen zu schauen, innerlich klar zu werden und zur eigenen inneren Wahrheit zu stehen – egal, was irgendjemand sonst davon hält. (Für eher kollektiv/Stamm-orientierte Menschen wie mich ist das eine gewisse Herausforderung, fühlt sich aber auch sehr bestärkend an!)

Kurz gesagt: Für die Entstehung des Neuen ist es offenbar wichtig, dass wir alle unsere Individualität, unsere spezifischen Fähigkeiten und Sichtweisen, wahrnehmen und einbringen.

Hü und hott

Wenn man sich die einzelnen Planetenpositionen genauer anschaut, fällt noch etwas auf: Ausgesprochen viele von den langsam laufenden Planeten sind jetzt rückläufig (teilweise schon seit einigen Wochen): Jupiter, Saturn, Neptun, Pluto und ab Mitte August dann auch Uranus. In der zweiten Augusthälfte sind also alle Langsamläufer rückläufig (d.h. scheinen sich von der Erde aus gesehen rückwärts zu bewegen), im September werden sie allmählich wieder direktläufig (Pluto am 04.09., Jupiter am 13.09., Saturn am 29.09.). D.h., es geht in diesem Sommer allgemein nicht so recht voran, sondern stagniert eher oder es geht „zurück“, z.B. zur Überprüfung dessen, was in den letzten Monaten war. Das könnte konkret bedeuten, dass es weiterhin ein Hin und Her gibt bei den Corona-Maßnahmen, teilweise Lockerungen, teilweise eher wieder Verschärfungen (wie es ja jetzt gerade z.B. in Nordrhein-Westfalen der Fall ist). So weit ein paar Grundtendenzen für diesen Dreimonatszeitraum. Im Folgenden wie üblich zusätzliche „kurzfristigere“ Hinweise zu den einzelnen Monaten.

Juli: Relative Ruhe

Chart vom 13. Juli 2020, 1200 Uhr MESZ

Chart vom 13. Juli 2020, 1200 Uhr MESZ

Im Juli gibt es bei den langsam laufenden Planeten so gut wie keine Veränderung gegenüber dem Vormonat, es setzt sich also die Großwetterlage aus dem Juni fort. Das prägnante Tor 61, Innere Wahrheit, ist nicht nur von Pluto, sondern auch von Jupiter aktiviert (Jup. vom 08.06. bis 26.07.) und das Gegenstück 24 wie erwähnt von Uranus, wobei ich mich frage, was das bedeutet, was uns da immer wieder ins Grübeln (Tor 24) bringt: Glück verheißende (Jupiter) Transformationen (Pluto)? Spannungen zwischen in olympischen Höhen (Jupiter) bzw. in den Tiefen der Unterwelt (Pluto) beheimateten Kräften? Liegt meine innere Wahrheit eher im „Höheren“, Übergeordneten, oder in der Auseinandersetzung mit der Tiefe, den verborgenen, eher „schwierigen“ Kräften? Oder ist das gar kein Widerspruch, bedingt es sich vielleicht sogar gegenseitig – Aufstieg durch Auseinandersetzung mit den Abgründen? Sicher ist: Uranus im Gegentor dürfte für einige Überraschungen in dem Erkenntnisprozess sorgen.

Zu erwähnen ist, dass bis 12. Juli Merkur noch rückläufig ist – was (wie schon seit 18. Juni) Schwierigkeiten und Verzögerungen bei allem, was mit Kommunikation zu tun hat, mit sich bringen kann: bei Reisen und Verkehr, bei Absprachen und Verträgen, bei Computern, Handys u.ä.
Darauf folgen zwei halbe Tage, an denen sich gut planen und organisieren lässt (Kanal 17-62, „Akzeptieren“/Organisation, vom 13.07. nachmittags bis 14.07. mittags aktiviert).

Die 2. Julihälfte, nachdem die Störungen durch den rückläufigen Merkur zu Ende sind, könnte sich gut zum Verreisen eignen.

Vom 23. bis 25. Juli kann es um die konkrete Umsetzung auf der materiellen Ebene gehen (Kanal 21-45, „Geld-Linie“), z.B. um die Umsetzung der bis dahin gefundenen inneren Wahrheit? Wichtig ist dabei die klare Selbstbestimmung (Tor 21, vom Mars aktiviert) im Bereich der Werte, die wir haben/besitzen (Venus in Tor 45).

Jupiter wechselt wie angedeutet am 26. Juli von der „Inneren Wahrheit“ zurück in den materiellen Drang zum Weiterkommen (Tor 54, „Das Heiratende Mädchen“, bis 29.10.) – das klingt so, als hätten wir im August/Sept. relativ gute Zeiten im Geschäftlichen bzw. allgemein im Bereich des Vorankommens in der Welt.

August: Geduldsprobe

Chart vom 1. August 020, 12:00 Uhr MESZ

Chart vom 1. August 2020, 12:00 Uhr MESZ

Pünktlich zum Monatswechsel wird die eingangs schon beschriebene Fähigkeit zum Umsetzen von Emotionen aktiviert (Kanal 12-22, „Offenheit“, vom 30.07. bis 03.10.) – schätzungsweise gibt es daher im August (und September) mehr Emotions- und Aktions-Potenzial als im Juli.

Am 5. August wechseln die Mondknoten ihre Position, sie begeben sich nach viereinhalb Monaten weg aus dem Selbst (Tor 10, „Das Auftreten“, und Tor 15, „Die Bescheidenheit“/Extreme) hin in den Verstand (Tor 11, „Der Friede“/Ideen) und zur Kehle (Tor 12, „die Stockung“), wo sie bis 3. Oktober bleiben und vor allem für die erwähnte Aktivierung des emotionalen Kanals sorgen (an den Tagen davor, nämlich vom 30.07. bis 05.08. tut das quasi vorab schon die Venus in Tor 12). Mit diesem Mondknoten-Wechsel könnte für manchen ein Stückchen Selbstsicherheit weichen, die in den letzten viereinhalb Monaten da war, und einer stärkeren Emotionalität Platz machen.

Bewusstheit/Innere Wahrheit einerseits und emotionaler Ausdruck andererseits sind also im August und September sozusagen die Konstanten. Dazu kommt die für Ende Juli schon erwähnte Tendenz zur Begünstigung des weltlichen Vorankommens durch Jupiter. Aber: Im August ist – wie eingangs schon beschrieben – eine große Zahl der langsamen Planeten rückläufig, vom 15. August bis 4. September sogar alle! D.h. es geht eher langsam bis gar nicht voran bzw. kann gut auch Wiederholungen von Geschehnissen/Situationen aus den Monaten davor geben. Was auch immer das konkret heißen mag!

Wenn die gesellschaftliche Situation es erlaubt, bietet sich auch der August für Urlaub an. Man wird sich aber darauf gefasst machen dürfen, dass es möglicherweise auch emotional immer wieder hoch hergeht (wie weiter oben beschrieben.)
Bis zum 23. August besteht auch noch die Tendenz zu einschränkenden Maßnahmen verschiedenster Art (Der „Richter“ Saturn aktiviert Tor 60, „Die Beschränkung“, seit 13. Febr. und noch bis 23. Aug.). Dann wechselt Saturn die Position und geht zurück zu Pluto (in Tor 61, Innere Wahrheit, bis 3. Nov.). Ab Ende August bis in den November besteht also nochmals die Pluto-Saturn-Konstellation, wie wir sie Ende Dezember bis Mitte Februar hatten, und bringt das Potenzial von Transformation (Pluto) in die gewohnten Strukturen (Saturn). Der Wandel dürfte demnach also weitergehen...

Vor diesem Hintergrund seien für den August noch ein paar kürzere Aktivierungen erwähnt:
Vom 6. bis 8. August ist die Fähigkeit zu führen für alle ausgeprägt, die jeweils einzuschlagende Richtung könnte sich jetzt klarer zeigen bzw. man könnte eine stärkere innere Empfindung dafür haben (Kanal 31-7, „Alphatier“).

Vom 23. bis 24. August ist für alle die Energie vorhanden, Zyklen abzuschließen und neue zu beginnen (Kanal 53-42, „Reifung“) – das sind sicherlich gute Tage für einen Abschluss mit Altem und/oder um sich bewusst auf eine neue Lebensphase einzustellen.

Wie jedes Jahr um diese Zeit ist vom 28. August bis 3. September die Gemeinschaft wichtig, das Zusammensein mit Freunden und Verwandten (Kanal 40-37, „Gemeinschaft“). So etwas wie ein Familientreffen oder ein Essen mit Freunden wäre also jetzt angesagt.

September: Allmählich geht’s wieder voran

Chart vom 1. September 2020, 1200 Uhr MESZ

Chart vom 1. September 2020, 1200 Uhr MESZ

Einige Grundtendenzen bleiben wie im August (siehe dort).
Zu bemerken ist jetzt im September, dass die gefühlte Stagnation sich allmählich auflösen dürfte (drei von den Langsamläufern werden, wie eingangs beschrieben, in diesem Monat wieder direktläufig). Dafür wird ab 9. September Mars rückläufig. er bleibt ungewöhnlich lange schon allein im Bereich des innovativen Neuordnens (Tor 3, „Die Anfangsschwierigkeit“, 25. Aug. bis 24. Sept.) und bringt seine eher ungestüme Energie dort hinein.

Während also potenziell noch getestet wird, was wirklich haltbar ist (durch Saturn-Pluto), besteht gleichzeitig schon der Drang nach stärkerem Vorankommen hin zu einer neuen Ordnung. Nimmt man die beschriebene emotionale Umsetzungskraft noch dazu, ergibt sich für den September das Potenzial zu voreiligen Taten – zumal jeder ja derzeit seine eigene Wahrheit sucht und der alte kollektive Konsens schon lange in Frage gestellt ist. Umso wichtiger scheint mir für jeden Einzelnen, sich über die eigene „innere Autorität“ bewusst zu werden, die die persönliche Richtschnur bei Entscheidungen sein sollte. (Bei 50 % der Bevölkerung, nämlich allen emotional Definierten, rät diese grundsätzlich zum Überschlafen von Impulsen, also bitte keine Spontaneität aufgrund einer Emotion!) Wenn es dann „stimmt“, kann das Aktivwerden auf der konkret-materiellen Ebene durchaus vom Glück begünstigt sein.

Dieser Glücks-Aspekt beim Vorankommen gilt im Prinzip den ganzen Monat, aber ganz besonders an den Tagen vom 20. bis 24. Sept. (denn da ist der ganze Kanal 54-32, „Umwandlung“, von Jupiter und Merkur aktiviert). Wenn man also neue Aktivitäten starten will, bieten sich diese Tage dazu an.

Fazit

Bewegt sich etwas oder nicht? Die Gesamtschau ergibt das Bild einer oberflächlichen Ruhe oder eines scheinbaren Stillstands, in dem sich aber sozusagen unterirdisch die Grundlagen weiter wandeln – bzw. wo punktuell, an einzelnen Stellen, immer wieder etwas aufplatzt und an die Oberfläche kommt. Was nicht mehr haltbar ist, darf gehen. Auf der persönlichen Ebene ist jetzt offenbar die Zeit, das, was in den letzten Monaten war, einer erneuten Prüfung zu unterziehen; bisherige Erkenntnisse zu integrieren und sich weiter innerlich und äußerlich zu klären. Was ist wirklich wichtig? Was kann gehen, was stärkt mich? Klärung und Stärkung auf allen Ebenen ist angesagt – körperlich, im Haus, in der Umgebung, im Denken. Je klarer ich bin, je freier von Altlasten, desto fitter bin ich für alles, was vielleicht auch an Unvorhersehbarem kommen mag. Und desto mehr schält sich die eigene innere Wahrheit heraus. Diese ist offenbar jetzt das zentrale Kriterium, um äußere Geschehnisse einschätzen zu können und um die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen, die eigenen Energien auszurichten. Vertrauen wir also auf uns selbst, auf unsere eigene Größe, auf die Berechtigung unserer Wahrnehmung. Vertrauen wir auf das Leben, das uns trägt. Freuen wir uns an dem, was in jedem Moment möglich ist und vorhanden ist. Denn in diesen wandelbaren Zeiten gilt mehr denn je: Das Leben ist jetzt. In diesem Sinne: Schönen Sommer!

Anna Bahlinger
www.annabc.de

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)