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Anna Bahlinger

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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Tendenzen im Dezember 2017

Vorbemerkung:

Da die Human-Design-Körpergrafik für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. In dieser Vorschau geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können.

Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.

Und noch etwas:
Ich versuche zwar, diese Vorschauen so zu schreiben, dass sie möglichst auch ohne Human-Design-Kenntnisse verständlich sind. Für diejenigen, die es interessiert, gebe ich aber dennoch an, worauf sich meine Aussagen beziehen (Tore, Kanäle, Planeten etc.). Das heißt: Wen das nicht interessiert, der möge bitte über diese Angaben hinweglesen! Danke.
 

Chart vom 1. Dezember 2017, 13:00 Uhr MEZ

Chart vom 1. Dezember 2017, 13:00 Uhr MESZ

Zwei Themen sind es, die auf den ersten Blick diesen Monat prägen: Selbstfindung und -stärkung einerseits und Kommunikation andererseits.

Das bin ich

Gleich am 1. Dezember wird die Kraft aktiv, zu den eigenen Überzeugungen zu stehen (Merkur und Venus aktivieren Kanal 10-34, Erforschung); damit sind wir bis zum 4. Dezember sozusagen kosmisch aufgefordert, uns selbst zu vertreten – es geht dann gar nicht anders, als so aufzutreten, wie es einem selbst entspricht, egal, was andere davon halten. Sozusagen uns selbst zu kommunizieren (Merkur), und das besonders in unseren Beziehungen bzw. in Bezug auf alles, was uns wertvoll und angenehm ist (Venus). Diese Kraft überschneidet sich zeitlich mit dem seit 24. November und bis 3. Dezember vorhandenen Drang, voranzukommen in der Welt – was wir jetzt zum Monatsanfang voranbringen oder voranbringen wollen, kann also nur authentisch sein; es wird nur funktionieren, wenn es uns selbst entspricht. Oder längerfristig betrachtet: Nachdem in den letzten Monaten so vieles an bisherigen „Gewissheiten“ hinterfragt und über den Haufen geworfen wurde, wird jetzt offenbar die individuelle Verwirklichung unterstützt. Es geht nicht mehr so sehr um kollektive Wahrheiten und Konventionen, sondern um das, was für jeden Einzelnen „stimmt“.

Selbstliebe

Der Monatsanfang macht es besonders deutlich, aber die Tendenz geht weiter. Am 4. Dezember begibt sich auch Saturn an die Stelle im Human Design Chart, in der es um „das Auftreten des Selbst“ geht (Tor 10, Das Auftreten, bis 22. Jan.) – wie trete ich auf, in der Welt, im Leben? Akzeptiere ich meinen Platz und erforsche ihn erst mal? Stelle ich mich meiner Verantwortung oder mache ich mich lieber unsichtbar? Gibt es vielleicht für mich passendere Verhaltensformen als die konventionellen, auch wenn ich mich damit ins gesellschaftliche Aus bringe? Suche ich vor allem nach den günstigen Gelegenheiten und förderlichen Verbindungen? - Das sind dabei die konkreteren Fragestellungen, die diesen Monat nacheinander beleuchtet werden.

Die Grundlage dieses „Auftretens“ ist eindeutig die Selbstliebe (Tor 10 steht auch für „die Liebe zum Selbst“), und mit Saturn, dem „Richter“ unter den Planeten, der für Strenge, Disziplin und allgemein für Struktur zuständig ist, geht es offenbar um das richtige Maß an Selbstliebe und das entsprechende Verhalten. Sich selbst achten und schätzen als der Mensch, der man ist, mit allen geliebten und ungeliebten Seiten... ich finde das schon eine Herausforderung! Offenbar steht die aber gerade an, denn es sind gleich mehrere Aktivierungen in diesen Wochen genau an dieser Stelle (Merkur vom 29. Nov. bis 6. Dez., Saturn vom 5. Dez. bis 22. Januar und die Sonne – wie jedes Jahr - vom 20. bis 25. Dez.). Es führt also kein Weg dran vorbei!

Richtungsfragen und kreativer Selbstausdruck

Verstärkt wird das Thema Selbstfindung/Selbststärkung noch dadurch, dass diesen ganzen Winter über auch die Frage nach der eigenen Richtung aktiviert ist (Mondknoten in den „Richtungs“-Toren 7, Führen, und 13, Zuhören, seit Mitte Nov. und noch bis Anfang April): Wo kommen wir her, was ist der rote Faden in dem, was wir erlebt haben (der sich beim Reden und Zuhören zeigt – Tor 13)? Und wo soll es hingehen, wie können wir für die Zukunft planen und die Dinge für alle in die Hand nehmen (Tor 7)? Braucht es vielleicht zeitweise eine „professionelle“ Führung im Außen? Inwieweit bin ich selbst der/die Richtige, um andere zu führen? Und soll sich nicht lieber jeder selbst führen? - Das sind hier wiederum nacheinander die spezielleren Fragestellungen in diesem Monat.

Und noch etwas kommt hinzu: Ab 11. Dezember wird die jeweils eigene Schöpferkraft gefördert, „Glücksplanet“ Jupiter unterstützt alles, was an Kreativem aus uns herauskommen möchte (Tor 1, Das Schöpferische, bis 22. Jan.). „Schöpferische Erweiterung“ könnte man das vielleicht auch nennen – gute Zeiten für jegliche Art persönlicher Kreativität; selbstgebastelte Weihnachtsgeschenke könnten da so etwas wie ein Anfang sein.

Die Tage davor hatte Jupiter übrigens noch – zusammen mit der Sonne – den Kanal des „Marketings“ aktiviert (Kanal 44-26, „Hingebung“/Übermittlung, 8.-11. Dez.) – also die Fähigkeit, mit wenig Aufwand viel zu erreichen. Vielleicht die besten Tage für mühelose Vorbereitungen zum Fest oder für irgendwelche Jahresabschlussarbeiten, Steuererklärungen und dergleichen?

Chart vom 21. Dezember 2017, 00:00 Uhr MEZ

Chart vom 21. Dezember 2017, 00:00 Uhr MEZ

In meinem Tempo

Um die Chronologie weiterzuführen: vom 19. bis 25. Dezember dürften wir alle „im Fluss“ sein. Damit meine ich nicht die übliche Ultrahektik vor dem Ausbruch des Weihnachtsfests, sondern ein inneres Eingestimmtsein auf die Rhythmen des Lebens (Kanal 5-15, Rhythmus). Und das heißt auch wieder: Die eigenen Rhythmen leben! Es funktioniert alles rechtzeitig, wenn man dem eigenen Takt, der eigenen inneren Uhr folgt (jeder seiner natürlich!). Vielleicht ist das jetzt auch eine Gelegenheit, solche eigenen Rhythmen überhaupt bewusst wahrzunehmen. (Konkret überlegt, müsste das natürlich auch heißen, eine gewisse Toleranz an den Tag zu legen, wenn nicht jeder Familienangehörige am Heiligabend pünktlich um 18 Uhr zur Bescherung da ist...)

Soweit also zum Thema Selbstfindung und -stärkung. Wer „mit der Zeit geht“ und diese Konstellationen nutzt, wird vermutlich wirklich gestärkt ins neue Jahr gehen, wird sich ein Stückchen besser kennen und hoffentlich auch mehr achten und hat wahrscheinlich jede Menge kreative Impulse.

Kommunikation – oder nicht?

Wer „ich“ bin, ist aber natürlich nicht unabhängig von den anderen. Der eigene Platz ist ja nicht im luftleeren Raum, er zeigt sich ja oft erst im Umgang mit anderen, in der Verbindung oder in der Abgrenzung zu diesen. Und da kommen wir zum zweiten auffälligen Thema in diesem Monat: der Kommunikation. Auffällig ist es deshalb, weil der Planet der Kommunikation, Merkur, den größten Teil dieses Monats rückläufig ist, nämlich vom 3. bis 23. Dezember. „Rückläufigkeit“ heißt, es sieht von der Erde aus betrachtet so aus, als ob dieser Planet eine Strecke nochmal durchläuft, wo er vorher schon mal war - und das ist auch die Symbolik: Alles, was mit Kommunikation zu tun hat – Verabredungen, Gespräche, Kommunikationsgeräte wie Computer, Handys, Telefone, Drucker etc., auch Reisen und Verkehr – klappt möglicherweise nicht auf Anhieb, kommt nicht direkt voran, es kann Staus und Stockungen oder Missverständnisse geben bzw. es muss möglicherweise nochmal verhandelt, gesprochen, umgetauscht, repariert etc. werden. Also sollte man in dieser Zeit vorsichtig sein mit dem Kauf von Geräten, mit Abmachungen, Vertragsabschlüssen und dergleichen. (und entsprechende Weihnachtsgeschenke sollte man am besten bis 2. Dezember gekauft haben.)
Positiv gesehen, ist die Zeit des rückläufigen Merkur wunderbar geeignet, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten – Schreibtisch aufräumen, längst fällige Post erledigen, Reparaturen durchführen etc.
Beim Ausmisten gibt es übrigens auch Unterstützung, und zwar noch bis in den März: Uranus, der Planet des Plötzlichen, Unerwarteten, aktiviert mit Tor 42 das Vollenden und Abschließen von Prozessen bzw. das Loslassen von allem, was sich überlebt hat. Das Alte kann gehen, damit das Neue Platz hat.

Wenn man die gebremste Kommunikation jetzt mit dem Selbststärkungs-Thema zusammendenkt, liegt es nahe, dass das, was einem selbst so wichtig ist – die neue stimmige Art, wie man sich zeigt – möglicherweise noch nicht so im Außen vorankommt oder von anderen nicht sofort verstanden wird. Also sollte man sich bitte nicht beirren lassen von etwaigen Missverständnissen (auch wenn eine Tendenz zu Zweifeln besteht – die liegt aber sozusagen in der Luft – Neptun in Tor 63 – und bedeutet nicht, dass man auf dem falschen Weg wäre!).
Nach „draußen“ oder „voran“ kann es dann wieder ab Weihnachten gehen.

Weihnachtliches

Es gibt noch ein drittes Thema, das ich erwähnen möchte und das nach meinem Empfinden perfekt in die Advents- und Weihnachtszeit passt: ein Hauch von Mystik (Pluto in Tor 54, Ehrgeiz, 4. Linie „Erleuchtung/Erdunklung“, ab 5. Dezember abends bis zum 3. Januar). Das Wissen oder Ahnen, dass alles immer auch ganz anders sein kann, dass es auch andere als nur die rein materiellen Zusammenhänge gibt bzw. dass das Spirituelle sich auch im Materiellen zeigen kann und umgekehrt (eigentlich geht es bei Tor 54 um weltlichen, materiellen Ehrgeiz, aber diese eine Linie ausgerechnet dieses Tores ist „die“ spirituelle unter den 384 Linien im Human Design). Licht und Dunkelheit – das passt zum Weihnachtsmythos: In der dunkelsten Jahreszeit zeigt sich das Christuslicht. Ist es dann jetzt dunkel oder hell? Ich könnte mir vorstellen, dass in dieser Zeit der Schleier zwischen den Dimensionen dünner wird, dass es für viele von uns Durchbrüche gibt – wie auch immer die sich zeigen mögen. Die Wunder im Alltäglichen...
Auch die Neufindung des eigenen Selbst, des eigenen Platzes muss sich ja nicht nur im Bezug zur rein materiellen Ebene abspielen.

Fazit

Nach all den Monaten der stark mentalen Auseinandersetzung und Hinterfragung von allem und jedem – und der Entwicklung neuer Ansätze in vielen Bereichen – kommt jetzt die Besinnung auf sich selbst, die Klärung und Stärkung der eigenen Identität. Es sind zwar weiterhin noch Tendenzen zum Zweifel an allem vorhanden, aber sie stehen nicht mehr so im Vordergrund. Die ersten drei Dezemberwochen laden ein, Liegengebliebenes abzuarbeiten und aufzuräumen, damit ab Weihnachten der Blick nach vorne gerichtet werden kann. Generell gilt es Selbstliebe zu entwickeln bzw. auf ein gesundes Maß zu bringen. Jahreszeitlich passend möchte ich sagen: Das eigene Licht will angezündet werden. Und man sollte sich davon auch nicht abhalten lassen, wenn die Umgebung das nicht sofort versteht. Letztendlich sind wir alle stärker, wenn jeder seine Identität lebt, sein eigenes Licht leuchten lässt. In diesem Sinne wünsche ich eine lichtvolle Zeit!

Anna Bahlinger
www.annabc.de

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)